Sonntag, 23. Februar 2014

Was bisher geschah... Folge 1: Die Entscheidung zu bauen

Begonnen hat es wie bei den meisten mit der Einsicht, dass es am Ende genausoviel kostet, ein "gebrauchtes" Haus billig zu kaufen und zu renovieren wie selbst zu bauen. Der Neubau hat allerdings den wesentlichen Vorteil, dass man deutlich mehr seine Wünsche und Vorstellungen in Grundriss und Gestaltung einfließen lassen kann, als es beim Umbau einer Bestandsimmobilie der Fall ist. Ebenso wichtig, wenn nicht ausschlaggebend: im Neubau ist im Normalfall die Energieeffizienz leichter umzusetzen.

Ob das alles so stimmt? In einem Jahr wissen wir mehr. Das eine vorab: mal eben ein Standardhaus zum Sparpreis, vielleicht das ein oder andere Extra obendrauf... nette Idee. Die Realität sieht anders aus. Und Fertighaus (ja, es wird ein Fertighaus) bedeutet nicht das, was sich der Laie darunter vorstellen mag: einfach aussuchen, zurücklehnen, warten, bezahlen, einziehen. Dazu später mehr.

Zur Entscheidung, selbst zu bauen, hat sicherlich auch beigetragen, dass unter 10 Kontakten zu Maklern lediglich einer als positiv zu werten ist. Die übrigen 9 mit viel gutem Willen als geht so. Mit einem solchen Bauchgefühl rd. 6 % Maklergebühr zu zahlen, wenn es dann doch zu einem Abschluss käme, würde uns eher schwer fallen. Dieses Geld ist dann doch besser in ein paar Extras auf dem aktuellen technischen Stand im Neubau investiert. Auch einige Versuche, ohne Makler fündig zu werden, waren glücklos geblieben. Nach etwa einem Jahr und ca. 15 ernsthaften Besichtigungen kam der Bauherr dann doch auf die Idee, das von der Bauherrin ursprünglich bevorzugte Ansinnen des Bauens nicht mehr kategorisch abzulehnen.

Nach all den Besichtigungen von Bestandsimmobilien rund um Frankfurt hat am Ende die Besichtigung des Baugebiets in Butzbach den Ausschlag gegeben. Die Infrastruktur passt, 5 min zu Fuß in den Wald, Fernwärmeanschluss und nicht ganz unrelevant: Grundstückspreise bis maximal 210,- EUR/m². Wie es der Zufall wollte, trafen wir beim Rundgang auf die Familie ..., selbst stolze FH-Bauherren mit einem Traumgrundstück. Das Haus war bereits gestellt, der Estrich drin, sonst nichts. Die ... haben uns mit Freude ihr neues Eigenheim gezeigt und von der bislang weitgehend problemlosen Planungs- und Bauphase mit FH berichtet. Beide hatten übrigens augenscheinlich nicht nervlich unter der Bauphase gelitten.

Mit diesen vielen positiven Eindrücken und den Kontaktdaten des Verkäufers sind wir wieder nach Hause gefahren. Rückblickend betrachtet: an diesem Tag ist die Entscheidung im Bauch gefallen. Es wird Butzbach. Es wird gebaut.

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