Freitag, 23. Mai 2014

Boden, Türen, Wände

Ein wesentlicher Grund, mit FH zu bauen, war ja die optimale Betreuung aus einer Hand, sich um nichts kümmern zu müssen. Architekt und Kundenbetreuer verdienen auch nach wie vor ein dickes Lob für die Arbeit bis jetzt.

Ein paar Monate nach dem Erstkontakt haben wir das Konzept nun besser verstanden. Letztlich ist auch mit der Unterstützung des Kundenbetreuers unerwartet viel selbst zu organisieren und sobald es um Nachfragen zu den Preisen geht, gewinnt FH keine Auszeichnung in Transparenz. Insbesondere durch ein paar in der Gesamtsicht nicht erfreuliche Vorgänge motiviert, haben sich Frosch und Fuchs ein paar Vergleichsangebote für einige Innenausstattungspakete eingeholt. Dass diese günstiger ausfallen werden, war natürlich vorauszusehen, da FH selbst auch nur Subunternehmer beauftragt und ein gewisser Aufschlag auf deren Leistung vorgenommen werden muss.

Die vorgelegten Angebote waren allerdings nicht nur günstiger, sondern auch in der Qualität z.T. höherwertig, sodass es naheliegt, ein klein wenig Organisationsaufwand mehr auf uns zu nehmen.

So haben wir uns jetzt für weiße Kassetten-Türen und hohe weiße Fußleisten entschieden. Damit nehmen wir uns zumindest andeutungsweise etwas von unserem jetzigen Altbau-Flair mit nach Butzbach. Ergänzt wird das durch einen weißgeölten Esche-Dielenboden.

So siehts aus

 Der Blick in die Küche. Für die Dunstabzugshaube hat das Budget dann leider nicht mehr gereicht ;-)

 Auf der Rückseite war aus verschiedenen Gründen eine Schranklösung angesagt.
Auf besonderen Froschwunsch: Ofen mit Pyrolyse.
 Auf der Innenseite Schubladenlösungen
Der Erker wurde nun noch um die Küche herum geplant, der Nische für die Hochschränke ist die Speisekammer zum Opfer gefallen.

Sonntag, 11. Mai 2014

Küche: Haken dran

Die To-Do-Liste ist um einen Punkt erleichtert, die Küche ist eingetütet. Nach dem wenig überzeugenden Ergebnis bei XXL in Eschborn haben wir uns eingehend Gedanken gemacht und schweren Herzens auf die Speisekammer verzichtet. Mit dieser Grundlagenentscheidung ging es dann zum Küchen Keie in Hofheim.

Natürlich geht nie etwas glatt, wäre auch schade, wenn man nicht seinen täglichen Aufreger hätte. Entgegen der telefonischen Vereinbarung war kein Termin mit uns hinterlegt, und samstags könne man eben nicht spontan einen Termin machen. Ein freier Küchenberater nahm sich unser an, aber mit dem Hinweis, mal zu sehen, wie weit man kommt. Ggf. müsse er es eben abbrechen, wenn Kunden in der Ausstellung beraten werden müssten. Mit diesem Einstieg und einer irgendwie unterkühlten Athmosphäre begann man zu planen. Nach einiger Zeit klärte sich auf, dass unser Termin unter einem falschen Namen abgespeichert war, mit dieser Erkenntnis schien der Berater auch aufzutauen.

Da ja das Ergebnis zählt: nach ca. 4 Stunden war eine Küche zu Papier gebracht, die den Namen verdient. Natürlich wieder über dem vorgegebenen Budget, dieses Mal aber "nur" 40 % und nach den üblichen Rabatt/Sondernachlass/Bla-Bla-Spielereien war man bei 20 % über Budget angekommen. Im Vergleich ein annehmbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Beratung war durchdacht, mit guten Tipps und zielorientiert. Im Gegensatz zum XXL wurden außerdem auch immer wieder Getränke angeboten und Einzelheiten in der Ausstellung zum Verständnis und als Entscheidungsgrundlage vorgeführt.

Was wird es also? Eine No-Name-Küche aus dem alno-Konzern, weiße Fronten mit Griffmulden, Bosch-Geräte, Kochinsel mit dem von uns heiß begehrten Bora-Kochfeld, Eiche-Optik-Arbeitsplatte. Ofen mit Pyrolyse auf Brusthöhe. Das Beste an der Gesamtplanung ist, dass durch das Bora-Feld auf eine klobige Dunstabzugshaube in der Mitte des Raumes verzichtet werden kann. Das fügt die Küche optisch besser in den offenen Wohnbereich ein, so zumindest unsere Vorstellung.

Schade ist nur, dass wir uns damit nun gegen den Schreiner entschieden haben. Realistisch gesehen, wäre sein Angebot für uns allerdings weit jenseits des Bugdets gewesen. Mit der Küchenentscheidung kann jetzt auch der Rest des Hauses fertiggeplant werden. Also: Haken dran und nächster Punkt.

Donnerstag, 1. Mai 2014

Was kostet die Welt?

Mit diesem Motto sollte man an das Thema Hausbau rangehen. Von den ursprünglichen Gesamtbudgetvorstellungen sind wir mittlerweile deutlich entfernt. Ok, mit den fränkischen Sparfuchs-Budgets war klar ist nichts zu holen.

Nun trudeln also nach und nach die Angebote neben dem eigentlichen Haus ein. Der Reihe nach:

1. Küche:

Im aktuellen Miet-Fuchsbau ist eine Einbauküche drin. Ca. 2009 gekauft zu einem annehmbaren Preis bei XXXXXXXXXXXXXL in Eschborn. Mit der Küche sind wir im Preis-Leistungsverhältnis zufrieden, deshalb führte uns der Weg vergangenen Samstag als zweite Anfrage (die erste ging zum zum Schreiner der Baumesse) dorthin. Es fällt schwer, den 2,5 Stunden etwas Positives abzugewinnen. - Jammern wir eigentlich nur rum? - Vielleicht war es taktisch unklug, den Samstag Vormittag als Termin zu wählen. Die "Beraterin" als unmotiviert zu bezeichnen, wäre ein Lehrbuchbeispiel für Euphemismus. Den Samstag Vormittag scheint sie nicht gern mit Kunden zu verbringen.

Die Dame hat während der 2,5 Stunden genau 2 mal gelächelt. Einmal als der Frosch den Stand-Kühlschrank als Sch... bezeichnet hat. Dann nochmal, als der Fuchs wegen ihres Namenwechsels gefragt hat, ob sie denn kürzlich geheiratet habe.

Inhaltlich: so frech hat noch niemand das vorgegebene Budget überschritten. Über 70% ! Davor natürlich das gewohnte Spiel: der Listenpreis sei ja noch höher, aber die ganzen Sonderaktionen, die natürlich nur jetzt gerade laufen, in 2 Wochen könnte das wieder ganz anders sein. Aus dem Grundriss hat sie mal gerade nix merklich rausgeholt, von eigenen Ideen war wenig zu spüren. Wie leider so oft beim Projekt Fuchsbau mit Froschteich ist festzustellen, dass große Beträge nicht unbedingt eine gute Beratung und/oder Behandlung mit sich bringen. Das einzig gute an dem Termin war, dass wir nun wissen, wie problematisch die geplante Speisekammer für den Rest der Küche ist. Da ist noch etwas Gehirnschmalz zu investieren.

Von XXXL hat sich vorgenannter Schreiner sehr deutlich abgehoben. Nach einer kurzen Werkstattführung nahm er sich an einem Samstag sehr viel Zeit, um mit uns zusammen herauszufinden, was unsere Bedürfnisse sind, was uns gefällt und hat uns sehr gute Tipps zu seinem Nachteil gegeben, an welcher Stelle noch Geld einzusparen sei. Hut ab. Allerdings schwant uns schon jetzt, dass uns sein Angebot noch mehr schocken wird. Gutes Handwerk ist eben nicht billig.

Am kommenden Samstag steht dann ein neuer Besuch im Küchenstudio an. Diesmal probieren wir es bei Küchen Keie.


2. Garage

Die eigenen 4 Wände für die Familienkutsche mit Anbau ist auch nicht gerade günstig. In den Angeboten steht zwar immer, Garagen ab 3.xxx, aber mit Anbau, elektrischem Antrieb und und und ist man am Ende auch fünfstellig. Kann das sein? Echt zum verzweifeln, leider unterscheiden sich alle drei bisher eingeholten Angebote nicht wesentlich in der Höhe.


3. Erdbauer

Der Laie denkt ja, da wird ein bisschen Erde von links nach rechts geschoben, ein paar Plastikrohre verlegt und etwas Schotter abgekippt, was wird das schon kosten. Der Experte sagt dem Laien: so einiges. Nachdem es zuerst schwierig war, überhaupt jemanden zu finden, der ein Angebot abgeben wollte, sind nun doch welche angekündigt bzw. eingetrudelt. Kein Spaß: da fällt man erst einmal vom Stuhl.


Auch wenn man die Millarden durch die Finger rinnen sieht, fühlt es sich doch mittlerweile gut an, dass sich endlich etwas bewegt. Wir blicken etwas neidisch auf die Nachbargrundstücke. Dort bewegt sich schon was, links ist die Bodenplatte gegossen, rechts die Feinabsteckung gemacht. Zufällig haben wir auch mal einen der zukünftigen Nachbarn vor Ort getroffen und erleichtert festgestellt, dass es ein Netter ist.

Mittwoch, 9. April 2014

Ein Schritt nach vorne

Na also, die Vorabzüge sind da. Nach den Anlaufschwierigkeiten scheint es nun rund zu laufen. Nur einen Tag länger, als es der Architekt geschätzt hatte, dauerte es mit den Vorabzügen.

Das ein oder andere hat unser Architekt beim Zeichnen (und Mitdenken) noch geändert, im Großen und Ganzen sieht das aber schon sehr gut aus. Ein paar Tage werden wir darüber brüten, dann gehts zurück. Der Bauherr hat schon ein paar ästhetische Änderungsideen, die die Bauherrin zuverlässig nochmal mit dem Blick für die praktische Wirklichkeit prüft.

Nachdem wir die ein oder andere Kritik geäußert haben, muss jetzt auch mal das Positive herausgestellt werden: auf den Kundenbetreuer, bei dem die Fäden zusammenlaufen, und den Architekten können wir uns bislang wirklich verlassen. Hilfsbereit, für uns Laien mitdenkend und ausgesprochen höflich. Wenn das so bleibt, macht das einiges wieder wett.

Jetzt kommt einiges an Arbeit auf uns zu. Das Wichtigste: Tiefbauer suchen, Küche planen, Finanzierung eintüten.


Dienstag, 18. März 2014

Wer hat das gesagt?

Unerwartet früh haben wir wieder etwas von FH gehört. Mit einen Lebenszeichen hätten wir vor Ende März eigentlich gar nicht gerechnet, hatte unser Architekt doch durchblicken lassen, dass nach dem Zeichnen erst noch eine Kontrolle und Freigabe stattfindet (was ja begrüßenswert ist). Insofern waren wir zwar ungeduldig, aber gefühlt im Plan und nach dem Architektengepräch endlich wieder voller Vorfreude.

Umso überraschter war der Bauherr über eine verpasste Frankenberger Nummer im Display. Der Rückruf hat die Überraschung dann perfekt gemacht. Nein - wir sind nicht aus dem Lostopf als glückliche Gewinner eines 50%-Rabatts gezogen worden. Vielmehr habe der Leiter der Auftragsabwicklung vom Notariat den Hinweis bekommen, wir würden wg. Problemen bei der Baugenehmigung das Grundstück nicht mehr wollen. Dem Bauherr war ein solches Gespräch mit dem Notariat nicht im Gedächtnis. Bislang war nur in Sachen Notargebühren und Termin telefoniert worden. Deswegen machte sich im Bauherren eine gewisse Ratlosigkeit breit, die er auch nach außen bekanntgab. Für den Gesprächspartner kein Problem, da er es ja vom Notariat erfahren habe. (Nebenbei: eine spätere Befragung der Bauherrin brachte auch keine Erleuchtung, wie es zu dieser Aussage hätte kommen können).

Nun konnte das am Telefon geklärt werden. Das Projekt ist von unserer Seite weiterhin in Planung. Nur macht ein Notartermin zum Grundstückskauf wenig Sinn, wenn wir noch nicht wissen, wie hoch der Kredit ausfallen muss. Das wissen wir frühestens, wenn uns eine aktualisierte Kostenaufstellung nach Umplanung vorliegt, von den nach Vorlage der Vorabzüge einzuholenden Angeboten für Erdarbeiten ganz zu schweigen. Und da ein Kaufvertrag üblicherweise Fälligkeiten enthält, sollte die Finanzierung zum Unterschriftsdatum auch (abrufbereit) geklärt sein. So denkt zumindest ein Laie wie der Bauherr. Der Gesprächspartner hat diesen in gekürzter Form geäußerten Gedanken zumindest nicht widersprochen und - so zumindest das Gefühl - war dann auch zufrieden. Bei der Gelegenheit wurde noch nebenbei mitgeteilt, weil er sich bei der Zeichnerin im Vorfeld des Telefonat wg. der angeblichen Probleme bei der Baugenehmigung erkundigt hatte, dass es bei der Firsthöhe in der Tat noch eine Besonderheit gibt, die eine Abweichung in irgendeiner Form beim Bauantrag vonnöten macht. Wird man dann sehen. Positiv aus dem Gespräch: der Notartermin kann mit dem Bemusterungstermin zusammengelegt werden, sodass eine Fahrt gespart werden kann.

Nun fragt man sich, wie so eine Information in Umlauf kommt und wie die Aktion zu verstehen ist. Hm. Best case: Im Sekretariat des Notariats kam es zu einer Verwechslung. Wäre nach dem offensichtlichen Copy-Paste-Vertragsentwurf, der dann mit dem ganzen drumherum mehrere Tausend Euro kostet (ach ja, die Geschichte der sich Vervierfachenden Nebenkosten ist noch gar nicht zu Papier gebracht), nicht überraschend. Über den worst-case hat der Bauherr keine Lust nachzudenken. Man will ja nicht schon in dieser Phase die Nerven verlieren. Also: Haken dran.

Sonntag, 9. März 2014

Messebesuch in Gießen - die Bau-Expo

Hat eigentlich schon einmal jemanden etwas begeistert Positives über Gießen erzählen erlebt? Dieser Blogbeitrag wird die Geschichte über Gießen sicher nicht neu schreiben. Nach diesen ersten beiden Sätzen verspürt der Bauherr allerdings unvermittelt den Drang, von den ersten Eindrücken einer ehemaligen Arbeitskollegin zu berichten. Kurz zusammengefasst: am Tag vor Beginn des Studiums macht sich das junge Ding auf zu einer Erkundungstour durch die Innenstadt der neuen Heimat für die nächsten Jahre. Abends weint sie sich ob der gesammelten Eindrücke in den Schlaf. 

Aber noch zur Ehrenrettung: lt. Bauherrin hat sich Gießen in den letzten Jahren gemacht. Und aus irgendeinem Grund wächst die Stadt. 

Nun aber zurück zu den Themen, auf die Frosch und Fuchs momentan ihr Augenmerk richten. Das Bauen. Da kommt so eine Baumesse in Gießen ganz gelegen. Wegen des beginnenden Frühlings auch angenehm unüberlaufen und wegen des im Vergleich mit Frankfurt übersichtlichen Geländes nicht allzu anstrengend. Einziges Manko: die Anordnung der Stände folgte einer Regel, die sich weder Bauherrin noch Bauherr erschloss. Vielleicht ist das aber auch Absicht. So war man dann zum Durchschlendern animiert. 

Die Ausstellervielfalt war gegeben, vom Feuermeldersystem über Photovoltaik, Hausbauer und Werkzeughersteller bis zur Denkmalschutzbehörde. Auch die klassischen Messeverkaufsstände ("nur heute zum Sonder-Messepreis und 25 % Extrarabatt, 3 zum Preis von 2, für diese einzigartigen Bambuswischtücher! Kaufen Sie jetzt, ab Montag gilt wieder der reguläre Preis und dann kommt ja noch Porto und Versandkosten dazu!") mit Marktschreier am Mikrofon waren vertreten. Und die Welt ist klein, unser FH-Verkäufer lief uns über den Weg. Auch ein anderes witziges Bürschlein von der Konkurrenz, das wir erst in der vorherigen Woche im Musterhauspark in Bad Vilbel getroffen haben, war da und war sichtlich froh, etwas Abwechslung am wenig frequentierten und offenbar unglücklich positionierten Stand (zwischen Bambuswischtücher und Sowas wie Dremel Demonstration - also laut) zu bekommen. Der Gute wollte uns gar nicht mehr weglassen, obwohl er wußte, dass er uns nichts mehr verkaufen kann.

Wir waren natürlich nicht nur zur Belustigung da. Warum sich der Besuch gelohnt hat:

1. Küchenbauer
Wir haben einen Schreiner aus Pohl-Göns (ist in der Nähe von Butzbach) kennengelernt, der als Anschauungsobjekt seines Könnens eine Küche (mit Bora-Dunstabzug) ausstellte. Auf Anhieb konnten wir beide sagen, dass uns die Küche gefällt. Ist wie immer eine Preisfrage, aber eine Küche vom Schreiner um die Ecke ist dann doch was anderes als vom Seegmüller aus Weiterstadt. Zum Gucken: www.holzfreude.de

2. Kamin /Ofen



Es gibt noch andere Systeme außer die unseres Hausbauers, die schick sind. Und preislich i.O. Da ist wie bei allen anderen Themen die Frage, wieviel Koordinationsaufwand mutet man sich zu. Von der Vorstellung, nichts machen zu müssen, haben wir uns eh bereits verabschiedet. Dann kommt's auf den Kamin auch nicht mehr an. Überraschenderweise gibts auch Specksteinöfen, die im Design richtig schick sind und eine gute Figur in einem modern gestalteten Raum machen.

3. Zisterne
Gibts auch zum halben Preis im Vergleich zum FH-Preis

4. Bodenbeläge
Auch wenn es dem Ziel, sich um möglichst wenig zu kümmern, zuwider läuft: die Gespräche auf der Messe haben den Wunsch geweckt, sich noch einmal fachmännisch beraten zu lassen. Vielleicht gibt es dann doch ein schönes Parkett im Erdgeschoss.

5. vieles anderes
Es ist einfach so schön, all die Dinge zu sehen, die  man machen kann, wenn Geld keine Rolle spielt. Und vor allem alles auf engem Raum.

Nach 3-4 Stunden war die Festplatte mit Eindrücken und der Rucksack mit Prospekten voll. Leicht erschöpft aber mit vielen Ideen könnten wir den Heimweg antreten.

Sonntag, 2. März 2014

Endlich Post

Nach dem Gespräch mit unserem Architekten vor 2 Wochen liegt nun ein Protokoll im Briefkasten. Endlich aktualisierte Grundrisse! Zwar noch nicht reingezeichnet, dafür aber in einer Version ins Grundstück eingepasst und mit Sonnenstandsanzeige. Was es alles gibt. Wenn jetzt nur noch die tolle Autoschablone mit dabei gelegen hätte... mit der konnte man simulieren, wie das Auto aufs Grundstück fährt - natürlich nur, um zu sehen, ob auch genügend Platz fürs Manöver ist.

Mit dem Protokoll und etwas Phantasie im Gepäck, sind dann Frosch und Fuchs nochmal nach Bad Vilbel ins Musterhaus gefahren. Das Musterhaus wird schon sehr nah am Endergebnis dran sein. Deswegen fällt dort der Abgleich der Pläne und Vorschläge des Architekten umso leichter.

Hier mal ein paar Eindrücke, wie das fertige Produkt aussehen könnte:

Blick auf den Eingangsbereich
Blick auf die Terassenseite




Im Grundgerüst wird es so aussehen, mit anderen Farben, spiegelverkehrt und weniger Erkern (die sind leider sauteuer).

Sonntag, 23. Februar 2014

Was bisher geschah... Folge 2: Cui bono? oder Vom Medley zum Neo

In der Euphorie der Entscheidung wurde zeitnah ein Gesprächstermin mit einem FH-Verkäufer vereinbart. Schon nach einer ersten Hochrechnung war klar: ein Traumgrundstück direkt am Waldrand ist eher doch nichts für den kleinen Geldbeutel.

Aber nur eine Reihe weiter gibts Grundstücke, die nur halb so groß und auch im qm Preis günstiger sind. Im zweiten Termin wurde mit mehr Detailtiefe geplant.

Und dann legt der Verkäufer los. Am Ende ist ein Medley (das ist die Bezeichnung des Haustyps) zu Papier gebracht, anscheinend der Verkaufsschlager und auch das Lieblingsmodell des Verkäufers. Leider in der uns geplanten Variante quadratisch, was wir nicht wollten. Mit gemischten Gefühlen, einem Angebot und der Erkenntnis, dass alles, was nicht Standard ist, mit unverhältnismäßig hohen Zusatzkosten zu Buche schlägt, fuhren wir wieder nach Hause.

Einige Tage und Diskussionen später konnte sich das Bauherrenpaar entscheiden, gegen ein Medley und für ein Neo (ebenfalls die Bezeichnung für einen Haustyp). Den entsprechenden Prospekt hatten wir bei einer Musterhausbegehung in Frankenberg entdeckt und eingesteckt. Und plötzlich waren alle glücklich, zumindest Bauherrin und Bauherr. Eine gerade Treppe, ein Eltern- und ein Kinderbad, alles ohne das Gefühl, dem Standard-Grundriss etwas zuzumuten, wofür er nicht gedacht war. Nur die zu diesem Zeitpunkt noch vorgesehene Keller-Lösung hat uns viel Kopfzerbrechen bereitet. Der Kellerabgang wurde an einem Ort geplant, der unserer Ansicht mehr Probleme als Freude bereitet. Da der Keller inzwischen abgewählt wurde (zur Kellerfrage kommt noch ein sep. Post), hat sich die Lösung dieses Problems zum Glück erledigt.

Nach einem Besuch Anfang Februar im Musterhauspark Bad Vilbel, in dem gerade ein Neo aufgestellt worden ist, war schließlich klar: das Neo ist die richtige Entscheidung.

Was bisher geschah... Folge 1: Die Entscheidung zu bauen

Begonnen hat es wie bei den meisten mit der Einsicht, dass es am Ende genausoviel kostet, ein "gebrauchtes" Haus billig zu kaufen und zu renovieren wie selbst zu bauen. Der Neubau hat allerdings den wesentlichen Vorteil, dass man deutlich mehr seine Wünsche und Vorstellungen in Grundriss und Gestaltung einfließen lassen kann, als es beim Umbau einer Bestandsimmobilie der Fall ist. Ebenso wichtig, wenn nicht ausschlaggebend: im Neubau ist im Normalfall die Energieeffizienz leichter umzusetzen.

Ob das alles so stimmt? In einem Jahr wissen wir mehr. Das eine vorab: mal eben ein Standardhaus zum Sparpreis, vielleicht das ein oder andere Extra obendrauf... nette Idee. Die Realität sieht anders aus. Und Fertighaus (ja, es wird ein Fertighaus) bedeutet nicht das, was sich der Laie darunter vorstellen mag: einfach aussuchen, zurücklehnen, warten, bezahlen, einziehen. Dazu später mehr.

Zur Entscheidung, selbst zu bauen, hat sicherlich auch beigetragen, dass unter 10 Kontakten zu Maklern lediglich einer als positiv zu werten ist. Die übrigen 9 mit viel gutem Willen als geht so. Mit einem solchen Bauchgefühl rd. 6 % Maklergebühr zu zahlen, wenn es dann doch zu einem Abschluss käme, würde uns eher schwer fallen. Dieses Geld ist dann doch besser in ein paar Extras auf dem aktuellen technischen Stand im Neubau investiert. Auch einige Versuche, ohne Makler fündig zu werden, waren glücklos geblieben. Nach etwa einem Jahr und ca. 15 ernsthaften Besichtigungen kam der Bauherr dann doch auf die Idee, das von der Bauherrin ursprünglich bevorzugte Ansinnen des Bauens nicht mehr kategorisch abzulehnen.

Nach all den Besichtigungen von Bestandsimmobilien rund um Frankfurt hat am Ende die Besichtigung des Baugebiets in Butzbach den Ausschlag gegeben. Die Infrastruktur passt, 5 min zu Fuß in den Wald, Fernwärmeanschluss und nicht ganz unrelevant: Grundstückspreise bis maximal 210,- EUR/m². Wie es der Zufall wollte, trafen wir beim Rundgang auf die Familie ..., selbst stolze FH-Bauherren mit einem Traumgrundstück. Das Haus war bereits gestellt, der Estrich drin, sonst nichts. Die ... haben uns mit Freude ihr neues Eigenheim gezeigt und von der bislang weitgehend problemlosen Planungs- und Bauphase mit FH berichtet. Beide hatten übrigens augenscheinlich nicht nervlich unter der Bauphase gelitten.

Mit diesen vielen positiven Eindrücken und den Kontaktdaten des Verkäufers sind wir wieder nach Hause gefahren. Rückblickend betrachtet: an diesem Tag ist die Entscheidung im Bauch gefallen. Es wird Butzbach. Es wird gebaut.

Das erste Lebenszeichen!

Hallo Zusammen!

Damit ihr immer schön im Bilde seid, was sich tut und was leider nicht: ein Blog!

Bis heute ist schon einiges passiert. Möchte man nicht denken, denn sichtbar ist noch nichts. Die Vorgeschichte bis heute folgt noch.

Das Ziel schon vorab: 1. März 2015 im Eigenheim!